Der Lohndrusch 1920-1955
Der "Eingeber" fütterte den Dreschkasten und der "Binder" führte Eisendraht an der Strohballenpresse durch den Strohballen. Die übrigen Helfer beförderten die Garben mittels Gabeln zum Dreschkasten. Die für damalige Verhältnisse riesigen Dampfrösser zogen den Dreschkasten hinter sich her und schnaubten dröhnend mit ihren Eisenrädern durch die Ortschaften ihrem Einsatzort entgegen. Zwischendurch musste Wasser aufgetankt werden und vor dem Ort wurde durch Pfeifensignal auf sich aufmerksam gemacht, um sicher zu stellen, dass die Straße frei war und niemand, insbesondere Pferdefuhrwerke, in Bedrängnis geriet. Kleinere, nichtselbstfahrende Maschinen wurden von Pferden gezogen. Die Toreinfahrten der Höfe waren oft nicht breit genug und die Dampfmaschinen verfügten selbstverständlich nicht über "Servolenkung", so wurden die Gefährte an den Einfahrten mittels Winden herumgezogen. Damit am Mauerwerk kein Schaden entstand waren schwere Steine neben den Hofeinfahrten aufgestellt. |